Trier 1919, Verhandlungen und Vertrag

Die Deutschen und die Alliierten waren nach dem Waffenstillstand von Compiègne ein paar Monate in Spa (Ardennen) gelagert um die die Verhandlungen vorzubereiten.

Das Hauptquartier der Alliierten wird nach Luxemburg verlegt und die definitiven Verhandlungen finden in Trier statt unter Leitung von Marschall Foch. (Abb. 1) Waggon 2419 D reist hierfür noch dreimal zwischen Luxemburg und dem Hauptbahnhof von Trier hin und her, woselbst am 12. und 13. Dezember 1918, dem 15. und 16. Januar 1919 und am 14., 15. und 16. Februar 1919 die definitiven Verhandlungen für den offiziellen Vertrag stattfinden. (Abb. 2,3)

4. Bahnhof Trier 2006, Vorderseite
5. Sicht auf die Gleisseite
6. Güterbahnhof (s. Karte, Abb. 3)
7. Dass. Google, Luftaufnahme
8. Trier und Umgebung 2006 (Eurocarte)



Paris 1919,
Französische Nationaltrophäe

Im Juni 1919 wird der offizielle (und schon bald allgemein umstrittene) Vertrag von Versailles unterzeichnet. Schon kurz danach, im September 1919, wollen die französischen Militärs die seinerzeit umgebauten Waggons los werden.

Ideen über einen Siegeszug durch Europa und selbst nach Amerika bleiben in der Planung stecken, und die Waggons werden (vermutlich) nach St. Denis zurückgebracht mit dem Auftrag um sie wieder in ihren ursprünglichen Zustand als Restaurationswaggons zurückzubringen.
Gleichzeitig werden in Frankreich auch (heftige) Stimmen laut, die den Waggon zum nationalen Erbe bestempeln wollen und kurze Zeit später befiehlt die französische Regierung, dass der Waggon 2419 D (Aufs Neue) in den Zustand eines militärischen Verhandlungswaggons zurückgebracht werden muss.

Vermutlich beginnt der Waggon 1419 D im Oktober 1919 an seiner Laufbahn als offizielle französische Siegestrophäe und kann seine mythische Bedeutung wachsen. So wird der Waggon beispielsweise schon 1920 an den Zug des französischen Präsidenten während eines Besuchs an Verdun hinzugefügt.