Crawinkel 1945, Ruhmloses Ende.

Waggon 2419 D steht für ein paar Tage auf einem Nebengleis des Bahnhofs von Crawinkel, verborgen unter ein paar zusammengebunden Bäumen. Ältere Einwohner von Crawinkel bestätigen dies noch 2006.
(Siehe Übersichtskarten, roter Punkt Nr.1)

Die Amerikaner nähern sich, und in den ersten Apriltagen rangschieren deutsche Soldaten oder SS-er den Waggon schnell zu einer Stelle in den Wald, ein paar hundert Meter weiter, und sprengen ihn an dieser Stelle. Waggon 2419 D brennt völlig aus.
(Siehe Übersichtskarten, roter Punkt Nr. 2)

Direkt nach dem Krieg werden die grösseren Reste des Waggons in Gotha verschrottet. Die kleineren Bruchstücke bleiben liegen oder werden von Souvenirjägern mitgenommen.

Welche Rolle Hitler in dieser Phase spielte ist unbekannt. Es ist jedoch bemerkenswert, dass selbst in den letzten chaotischen Kriegstagen das Bugsieren des alten Waggons und schliesslich die ultimative Vernichtung doch noch so eine hohe Priorität auf dem höchsten deutschen Niveau erhalten hat. Sollte es die Angst vor einer symbolischen Ehrenrettung der Trophäe aus dem ersten Weltkrieg gewesen sein, in Kombination mit einer zweiten erniedrigenden Übergabe in diesem historisch beladenen Waggon?

1. Übersichtskarte von Crawinkel, Bahnhof und Stelle 1 und 2, 2006
2. Dass. Google Luftaufnahme 2006
3. Bahnhof Crawinkel
4. Stelle 1
5. Dass.
6. Stelle 2 (wo der Waggon verbrannt ist)
7. Dass.