Berlijn > Crawinkel 1944 - 1945.
Flucht 1944:Im zweiten Weltkrieg beginnt sich das Blatt zu wenden
und viele deutsche Generäle werden nervös, während Andere noch vorbehaltlos
an den Endsieg glauben. Grosse Projekte der deutschen Kriegsmaschinerie
werden in aller Eile und Geheimhaltung vorangetrieben. Dies geschieht
auch bei dem grossen Wehrmachtszentrum in Thüringen.
Es ist nicht bekannt,
wann genau Hitler den Befehl gibt um Waggon 2941 D von Berlin aus zu diesem
politisch und militärisch wichtigen Ort im Thüringer Wald zu befördern,
aber die anhaltenden Bombardements auf die Stadt sind möglicherweise der
Grund dafür. Scheinbar hat der Waggon für Hitler immer noch eine grosse
symbolische Bedeutung, da er den Auftrag gibt, um den Waggon an diesem neuen,
sichereren Ort noch unter extra Bewachung der SS zu stellen.
Der Waggon
verlässt wahrscheinlich Ende 1944 Berlin, aber es gibt nur einen Ort, auf
einem Militärgleis bei Sperenberg, Schiessplatz Kummersdorf, wo der Waggon
um diese Zeit gesichtet ist.
Die letzte Fahrt
Ende 1944 wird der Waggon von Sperenberg aus zum Bahnhof von Ruhla (bei
Eisenach, s. Abb.) rangiert und einige Monate versteckt auf einem Nebengleis
bewacht. Ende Februar reist plötzlich die SS- Bewachung ab, worauf vermutlich
die lokale Bevölkerung den Waggon aufbricht.
Der Waggon wird direkt auf
ein Nebengleis (Gleis 47) auf dem Bahnhof von Gotha verschleppt und aufs
Neue unter SS Bewachung gestellt, und Ende März steht der Waggon noch einige
Tage auf dem Bahnhof in Ohrdruf. Wann der Waggon genau abgefahren ist, ist
nicht zu rekonstruieren. Wahrscheinlich ist er mit dem Heranrücken der Amerikaner
direkt nach Crawinkel gebracht. Amerikanische Truppen waren am 4n April
in Ohrdruf und am 11. April in Crawinkel.
1. Ruhla
2. Deutsche Eisenbahnlinien, Karte 1910
legenda:
1. Berlin
2. Sperenberg
3. Ruhla
4. Gotha
5. Ohrdruff

